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Domain-Weltkarte für die Kinderkrebsstiftung

Ein grafisch sehr ansprechende Weltkarte mit allen Internet-Ländercodes (cc-Topleveldomains) im Format 114 cm × 70 cm gibt es derzeit im Rahmen einer Aktion zugunsten der Deutschen Kinderkrebsstiftung. Von jeder verkauften Karte gehen 10 Euro an die Stiftung.

Das Poster in wasserabweisend kaschierter 250-Gramm-Qualität ist beidseitig bedruckt – jeweils mit einer hellen und einer dunklen Variante der Karte.

https://www.checkdomain.de/domain-weltkarte/

Die „country code top level domain“ einer URL zeigt an, in welchem Land ein Internetauftritt formal beheimatet ist. Häufig stimmt das über die ccTLD bezeichnete Land mit dem Serverstandort und der Nationalität des Betreibers überein. Die ccTLD „.de“ steht beispielsweise für „Deutschland“. Einige Länder, insbesondere kleinere Inselstaaten mit interessanten Abkürzungen, vergeben jedoch auch Domainnamen mit ihrer ccTLD an ausländische Einrichtungen. Das langsam im Pazifik versinkende Tuvalu ist wegen seiner ccTLD „.tv“ besonders bei Fernsehanstalten beliebt und zahlreiche deutschsprachige Amateurhomepages sind aufgrund der Adressenendung „.de.cc“ scheinbar auf den Kokosinseln beheimatet.

Quelle: http://lexikon.martinvogel.de/cctld

Tastenkombination für Gnome-Do dauerhaft ändern

Gnome-Do ist ein praktisches Universalwerkzeug, um schnell auf beliebige Dateien, Programme oder Funktionen zuzugreifen.
Aufgerufen wird es standardmäßig mit der Tastenkombination <super>-space, also der Windowstaste gemeinsam mit der Leertaste.
Will man das ändern, so zeigt sich, das zumindest die deutsche Version 0.8.5 des Programms sich unter Ubuntu Linux 12.04 gegen jede Änderung sträubt.
Das Programm schreibt die neue Tastenkombination zwar in die Gnome-Konfiguration, liest sie beim nächsten Start jedoch von ganz anderer Stelle wieder ein.
Geschrieben wird der Konfigurationseintrag /apps/gnome-do/preferences/Do/Platform/Common/AbstractKeyBindingService/Do_starten und gelesen wird aus /apps/gnome-do/preferences/Do/Platform/Common/AbstractKeyBindingService/Summon_Do – offensichtlich war da jemand etwas zu schwungvoll beim Übersetzen.
Beheben lässt sich das Missgeschick mit dem Programm gconf-editor – hier muss der richtige Eintrag von (…)/Do_starten nach (…)/Summon_Do kopiert werden.

Wie kann man alle Google-Fonts auf einmal herunterladen?

True Type Font Schriftproben
Googles Online-Office enthält hunderte ansprechende Schriftarten.
Google Drive (vormals Google Docs) ist eine praktische Sache. Man kann gleichzeitig mit anderen Personen an einem Text, einer Zeichnung oder einer Tabelle arbeiten, man kann weltweit auf seine aktuellen Dateien mit beliebigen Rechnern und sogar dem Smartphone zugreifen und man entdeckt früher oder später, dass das Online-Officepaket eine riesige Auswahl größtenteils sehr ansprechender Schriftarten enthält. All diese Schriftarten unterliegen einer offenen Lizenz und können von Googles Website heruntergeladen werden.

Die Fontdateien im True-Type-Format befinden sich im Google-Font-Verzeichnis auf googlecode.com. Wer mit der Kommandozeile umgehen kann, hat es nun leicht, alle 1072 TTF-Dateien aus den 540 Ordnern rekursiv herunterzuladen:

  1. wget -r -nd http://googlefontdirectory.googlecode.com/hg/ofl/ -P Googlefonts -A ttf

Wget durchsucht dabei sämtliche Unterverzeichnisse des Fontverzeichnisses auf Googles Server und lädt alle TTF-Dateien, die es dort findet, in den neuen Ordner „Googlefonts“ herunter. Nach einigen Minuten sollten sich dort über tausend True-Type-Dateien mit der Dateiendung .ttf befinden. Windows-Anwender müssen vorher vermutlich zuerst einmal das Programm Wget installieren, das unter Linux zur Standardausstattung gehört. Sie finden das Setup-Programm für Wget bei Sourceforge.

Wer sich die Arbeit mit Wget sparen will, kann auch auf das Werk von Joe Maller zurückgreifen. Dieser lädt regelmäßig den aktuellen Inhalt der Schriftartensammlung herunter, packt ihn zu einer Archivdatei zusammen und bietet diese über seine Website zum Download an.

Thunderbird-Suche mit Google statt Bing

Bei Programmen, die man seit „ewigen Zeiten“ im Einsatz hat, geschieht es gelegentlich, dass bei einem Update neue Funktionen hinzugefügt werden, die dann lange Zeit völlig unbemerkt bleiben. So erging es mir mit der Funktion „Websuche“ in Thunderbird, die dort schon seit Version 10 vorhanden ist und seitdem immer dann erscheint, wenn man einen markierten Textabschnitt mit der rechten Maustaste anklickt. Unangenehm überrascht war ich allerdings davon, dass sich nach dem Klick ein neuer Tab mit Suchergebnissen ausgerechnet aus Microsofts Suchmaschine Bing öffnete, die mir bisher nicht unbedingt durch außergewöhnlich brauchbare Ergebnisse aufgefallen ist. Eine Möglichkeit, den Suchanbieter über einen Menüpunkt in Thunderbird zu ändern, fand ich jedoch nicht. Dafür entdeckte ich im Blog von Sören Hentzschel eine Anleitung, die ich hier in leicht erweiterter Fassung wiedergebe.
Screenshot Thunderbird mit Google Search Plugin
Für die Installation zusätzlicher Suchanbieter ist ein Zwischenschritt nötig. Man muss die gewünschten Sucherweiterungen (search plugins) zuerst im Webbrowser Firefox installieren und kann sie dann mit etwas Trickserei auch für Thunderbird nutzen. Diverse Erweiterungen für die Google-Suche sind auf der Seite Mycroft Project: Google Search Plugins aufgeführt. Ich habe mich dort für das Plugin „Google Deutschland“ entschieden. Nach der Installation in Firefox kann man den kompletten Ordner „searchplugins“ aus dem Profilverzeichnis des Browsers in das Profilverzeichnis von Thunderbird kopieren. Das frisch installierte Google-Plugin taucht dort als „google-deutschland.xml“ auf. Für Thunderbird nicht benötigte Plugins, bzw. deren XML-Dateien können in der Kopie des searchplugins-Ordners wieder gelöscht werden.
Die Profilverzeichnisse von Thunderbird und Firefox findet man unter Linux in den Ordnern „~/.thunderbird“ und „~/.mozilla/firefox“. Unter Windows sind sie in den Ordnern „%APPDATA%\Thunderbird\Profiles“ und „%APPDATA%\Mozilla\Firefox\Profiles“. Die Profilverzeichnisse tragen einen zweiteiligen Namen aus einer zufälligen Ziffern- und Buchstabenkombination gefolgt von der Namenserweiterung „.default“. Es empfiehlt sich, die Anzeige versteckter Verzeichnisse zu erlauben.
Nach einem Thunderbird-Neustart kann dort unter „Einstellungen – Erweitert – Konfiguration bearbeiten“ nach „Bing“ gesucht werden und in den beiden Fundstellen browser.search.defaultenginename und browser.search.order.1 stattdessen „Google Deutschland“ eintragen. Wählt man ein anderes Search-Plugin und kennt dessen genauen Namen nicht, kann man diese aus der jeweiligen XML-Datei auslesen. Er ist dort unter dem Eintrag „os:ShortName“ zu finden.

Idipool? Idipuhl? Idpool?

Die Firma Holtzbrinck hat heute bekanntgegeben, die VZ-Netzwerke demnächst entweder einzustampfen (StudiVZ und MeinVZ) oder unter neuem Namen und leicht geändertem Konzept fortzuführen (SchülerVZ). Ich drücke der Firma beide Daumen; ein von Facebook unabhängiges Soziales Netzwerk für Schüler halte ich für wichtig. Ich frage mich nur, welcher Schüler freiwillig in ein Netzwerk mit einem so unglücklichen Namen gehen wird. „Idpool“ – wie spricht man das aus? Meine Vermutung ist, dass der neue Schülertreff bei der Zielgruppe von Anfang an „Idipool“ heißen wird und es ziemlich uncool sein wird, dort Mitglied zu sein. Ich lasse mich aber gern positiv überraschen, wenn gegen Ende des Jahres der Umzug der Mitgliederdatenbanken ins Haus steht.

VZ-Netzwerke sterben langsamer

Von November auf Dezember 2011 mussten die VZ-Netzwerke laut IVW nur 7,93% Besucherückgang hinnehmen. Der Schwund scheint sich nun doch endlich zu verlangsamen, um die Zahl der Besuche vielleicht bald durch einen Bodensatz treuer VZ-Verwender zu stabilisieren. Von Dezember auf Januar verließen sogar nur noch 4,23% der Besucher die Statistik.



Update: Zahlen für Februar existieren leider nicht, weil falsch gezählt wurde. In der zweiten Aprilwoche wird es also erst wieder die nächste Aktualisierung mit den Besuchszahlen für März 2012 geben.

Update 2: Das Diagramm hat es jetzt sogar ins Zweite Deutsche Fernsehen geschafft: Der Elektrische Reporter berichtet vom Aufstieg und Niedergang von StudiVZ, eine Geschichte in drei Akten.

Update 3: Im März ging der Niedergang dann weiter:
Diagramm der VZ-Besuche

Update 4: Kann mal jemand dem Focus mitteilen, dass ich es nicht mag, wenn jemand meine Grafiken ungefragt verwendet? Ist StudiVZ in einer Woche tot?

Update 5: Ein Dankeschön an den CvD des Focus für den noch am Abend ergänzten Link und die Quellenangabe!

Update 6: 25 der letzten 70 Mitarbeiter wurden entlassen. Der Niedergang folgt in den letzten Monaten endlich der erwarteten Exponentialfunktion.
Diagramm der VZ-Besuche bis Mai 2012

25 Jahre EDV-Lexikon

In diesem Monat wird mein „Kleines EDV-Lexikon“ 25 Jahre alt. Begonnen habe ich es 1987 als Glossar für eine AutoCAD-Anleitung, später wuchs es um diverse weitere EDV-Themen an und seit 1996 steht es online. Zwischen 1000 und 3000 Besucher kommen täglich vorbei und ab und zu ergänze ich immer noch den einen oder anderen Beitrag. Wer sich das Werk einmal ansehen möchte, ist herzlich eingeladen, dort vorbeizuschauen:

Kleines EDV-Lexikon

Kommentare zum Python-3-Buch

Im letzten Semester habe ich erstmals mein Buch „Grundlagen der Ingenieurinformatik mit Python 3“ online gestellt. Das Buch steht unter einer Creative-Commons-Lizenz und darf (bei Namensnennung) beliebig weitergegeben werden. Das führt nun dazu, dass es auch von vielen außerhalb der eigentlichen Zielgruppe (den Bauingenieurstudenten der Hochschule Bochum) gelesen wird. Mich interessiert, wie jemand den Text wahrnimmt, der nicht die dazu gehörende Vorlesung besucht hat. In der PDF-Datei befindet sich daher auf der letzten Seite ein Link auf diesen Blogeintrag mit der Bitte um Kommentare – zu denen ich hiermit herzlich einlade.

Implosion eines Sozialen Netzwerks

Was im Moment bei den VZ-Netzwerken abgeht, habe ich noch nie gesehen. Seit 15 Monaten sinken die Besuchszahlen fast linear. Das heißt, der Prozentsatz der monatlichen Abwanderung steigt im Durchschnitt in jedem Monat weiter an. Normal wäre anstelle des seltsamen Bildes, dass sich aus den von der IVW veröffentlichten Besuchszahlen ableiten lässt, ein logarithmischer Verlauf, der anfangs stark abfällt und gegen Ende sanft ausklingt. Zieht man die gerade Linie bis zur x-Achse durch, ist spätestens im März Schluss mit SchülerVZ, StudiVZ und MeinVZ.

Siehe auch: FAZ – StudiVZ trocknet aus

Januar 2012: Es gibt ein Update des Diagramms mit aktuellen Zahlen.