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VERA 3 Kompetenzstufen: K1a K1b K2 K3 K4 K5

Alljährlich werden in den dritten und achten Klassen bundesweit Vergleichsarbeiten geschrieben, die den Lernstand der Kinder der jeweiligen Jahrgangsstufe erfassen sollen. Einige Monate später erhalten die Eltern dann einen Zettel der Universität Koblenz-Landau, der im Falle des Vergleichstests „VERA 3” mit den Worten beginnt: „Sehr geehrte Eltern/Erziehungsberechtigte von … Klasse … vor Kurzem hat Ihre Tochter / Ihr Sohn an Vergleichsarbeiten in der Grundschule teilgenommen. Dieser Rückmeldung können Sie entnehmen, wie sie / er dabei abgeschnitten hat.“

Die „Rückmeldung“ besteht dann aus zwei Kreuzchen in einer kleinen Tabelle mit der Überschrift „Fach / Inhaltsbereich | K1a* | K1b | K2 | K3 | K4 | K5“ und zwei Zeilen zum Fach „Mathematik“ und „Deutsch Lesen“. Das Sternchen an K1a weist auf die Legende hin, die behauptet, „K“ bedeute „Kompetenzstufe“. Vielleicht bedeutet es aber auch „Kompetenzniveau“, denn das ist die Bezeichnung, die in dem langen Textblock verwendet wird, der vermutlich als Erläuterung gedacht ist.

Doof nur, dass nirgendwo auf dem Zettel geschrieben steht, was denn nun die Kompetenzstufen K1a, K1b, K2, K3, K4 und K5 aussagen sollen. Eine Websuche mit „Vera 3 K*“ führt auch vorrangig zu allen möglichen inhaltsleeren und floskelreichen Schwafeltexten und erst nach geraumer Zeit findet man einige wenige gut versteckte Tabellen mit Erläuterungen zu den Vera-Kompetenzstufen (oder Kompetenzniveaus).

Damit andere es etwas einfacher bei der Suche haben, sind hier nun in Kurzform die Bedeutungen der Vera-3-Kompetenzstufen nach den gemeinsamen KMK-Bildungsstandards tabellarisch aufgeführt:

Das 5-stufige Kompetenzmodell des KMK-Bildungsstandards

KompetenzstufeFertigkeiten MathematikFertigkeiten Deutsch
K1aKann Routineprozeduren auf Grundlage einfachen begrifflichen Wissens vollziehen (Stufe a). Einfache Aufgaben des kleinen Einmaleins werden gelöst.Kann explizit angegebene Einzelinformationen identifizieren, wobei Teile ihrer Formulierungen oft mit Teilen der Aufgabenformulierungen identisch sind. Einfache Sätze werden verstanden.
K1bKann Routineprozeduren auf Grundlage einfachen begrifflichen Wissens vollziehen (Stufe b). Schwierige Einmaleinsaufgaben werden gelöst.Kann explizit angegebene Einzelinformationen identifizieren und einfache, auch auf Weltwissen basierende Schlüsse ziehen. Texte mit mehreren Sätzen werden verstanden.
K2Kann Grundlagenwissen in einem klar strukturierten Kontext routiniert anwenden. Einheiten werden richtig angewendet und umgerechnet, Multiplizieren, Addieren und Subtrahieren wird schriftlich durchgeführt.Kann in kurzen Texten benachbarte Informationen mehrerer Sätze miteinander verknüpfen.
K3Kann Zusammenhänge in einem vertrauten (mathematischen und sachbezogenen) Kontext nutzen und erkennen. Der vermittelte Lernstoff wird gut beherrscht.Kann „verstreute“ Informationen verknüpfen und den Text ansatzweise als ganzen erfassen. Handelnde Personen werden richtig erkannt.
K4Kann begriffliches Wissen und Prozeduren im curricularen Umfang sicher und flexibel anwenden. Große Zahlen sowie Näherungs- und Überschlagsrechnungen sind vertraut.Kann wesentliche Aspekte im Gesamtzusammenhang des Textes erfassen. Motive von Personen werden richtig interpretiert.
K5Kann komplexe Probleme unter selbstständiger Entwicklung geeigneter Strategien modellieren. Die Lösung von Aufgaben kann ein hohes Maß an räumlichem Denken oder entsprechende analytische Fähigkeiten voraussetzen.Kann auf zentrale Aspekte des Textes bezogene Aussagen selbstständig begründen und bezieht dabei auch über den vorgegebenen Text hinaus reichendes Wissen ein.


Skurrilerweise findet sich diese Einteilung nicht im Ergebnisbericht des NRW-Schulministeriums wieder. Hier werden stattdessen die „Fähigkeitsniveaus“ eins bis drei verwendet. Fähigkeitsniveau 1 entspricht dabei K2 und Fähigkeitsniveau 3 entspricht K4. Vielleicht sollte man so langsam mal so etwas wie „Dokumentationskompetenz” in der Bildungspolitik fördern …

Quellen:
http://www.isq-bb.de/uploads/media/VERA3_2010_Ergebnisuebersicht_BBV2.pdf
http://www.bildung-mv.de/export/sites/lisa/de/schule/qualitaet/vergleichsarbeit_kl3/beispielaufgaben_vera/vorjahresaufgaben_mathematik/VERA_2010_-_didaktische_Handreichung_Mathematik.pdf
http://www.bildung-mv.de/export/sites/lisa/de/schule/qualitaet/vergleichsarbeit_kl3/beispielaufgaben_vera/vorjahresaufgaben_deutsch/VERA_2010_-_didaktische_Handreichung_Lesen.pdf
http://vera-dokumente.lernnetz.de/files/VERA3/2010/Service/V3_2010_umstellung_kompetenzstufen.pdf
http://grundschule.bildung-rp.de/fileadmin/user_upload/grundschule.bildung-rp.de/Downloads/VERA/Vera_2010/VERA_M_Kompetenzstufen_ZO_DH.pdf
http://grundschule.bildung-rp.de/fileadmin/user_upload/grundschule.bildung-rp.de/Downloads/VERA/Vera_2010/VERA_D_Kompetenzstufen_Lesen.pdf

Wie man LibreOffice 3.3 beta auf Deutsch in Ubuntu Linux 10.10 installiert

Der Name eines meiner Lieblingsprogramme scheint das Opfer einer sehr seltsam laufenden Firmenübernahme geworden zu sein. OpenOffice.org war ein Projekt, das von der Firma Sun als Hauptsponsor unterstützt wurde. In Hamburg beschäftigte Sun mehrere Entwickler, die sich um die Weiterentwicklung des freien und quellenoffenen Bürosoftwarepaketes kümmerten. Zahlreiche Freiwillige trugen weltweit zusätzlich zur Verbesserung der Software bei. Vor einiger Zeit wurde Sun von Oracle aufgekauft. Aus unterschiedlichen Gründen verließen danach mehrere bezahlte Entwickler und fast alle (zumindest habe ich den Eindruck) freiwilligen Helfer das Projekt. Um weiterarbeiten zu können, gründeten sie die Stiftung "The Document Foundation" und benannten das Programm in "LibreOffice" um, da Oracle die (durchaus legal erworbenen) Namensrechte zur Vermarktung weiternutzen will.

Lange Vorrede, kurzer Hauptteil:

Traditionell gibt es natürlich auch weiterhin Installationsanleitungen für Ubuntu Linux. Zukünftig eben nicht mehr für OpenOffice.org, sondern für seinen Nachfolger LibreOffice …

  1. LibreOffice 3.3 beta 2 herunterladen. Je nach Betriebssystemversion als rund 180 Megabyte großes Archiv mit 64-Bit- oder 32-Bit-DEB-Paketen.

  2. Nach dem Download das Archiv auspacken: in Nautilus mit der rechten Maustaste auf die Archivdatei (diese heißt als 32-Bit-Version beispielsweise LibO_3.3.0_beta2_Linux_x86_install-deb_en-US.tar.gz) klicken und "Hier entpacken" wählen.

  3. Wer keine Probleme damit hat, ein Terminalfenster zu öffnen und Verzeichnisse zu wechseln, kann zum nächsten Schritt weitergehen. Alle anderen drücken jetzt am besten gleichzeitig die Tasten Strg, Alt und T (in der Schweiz: Ctrl, Alt und T). Es öffnet sich ein Terminalfenster, das bereit ist, Shellkommandos entgegenzunehmen. Wir wechseln zuerst einmal in den Ordner "Downloads": cd Downloads. Falls die heruntergeladenen und ausgepackten Dateien nicht dort, sondern auf dem Desktop liegen, geben wir stattdessen cd Desktop ein. Nun wechseln wir noch in das Verzeichnis en-US und darin in das Verzeichnis DEBS: cd en-US/DEBS

  4. Im Verzeichnis mit den ganzen ausgepackten DEB-Dateien (…/en-US/DEBS) ein Terminalfenster öffnen und sudo dpkg -i *.deb eingeben. Die Betaversion von LibreOffice 3.3 wird dann installiert. Ein bestehendes, über den Paketmanager installiertes, OpenOffice 3.2 scheint dabei trotz entsprechender Hinweise auf der LibreOffice-Website nicht überschrieben zu werden.

  5. Den "dpgk"-Befehl kann man im Unterzeichnis "desktop-integration" noch einmal wiederholen. Damit werden die Menüeinträge unter "Anwendungen – Büro" angelegt.

  6. Um deutsche Menüs und Hilfetexte zu erhalten, ist abschließend noch das Paket "LibO_3.3.0_beta2_Linux_x86_langpack-deb_de.tar.gz" (32 Bit) beziehungsweise "LibO_3.3.0_beta2_Linux_x86-64_langpack-deb_de.tar.gz" (64 Bit) herunterzuladen und wie zuvor via "sudo dpkg …" (wiederum im Verzeichnis …/DEBS des ausgepackten Archivs) zu installieren.


Wenn alles geklappt hat, sollte sich das Programm wie folgt melden:
LibreOffice Screenshot
Das deutschsprachige Startmenü von LibreOffice 3.3 in der zweiten Betaversion.

Kommentare sind wie immer erwünscht.